Achtung rutschig!

    Glatte Bodenbeläge und Oberflächen sind nicht ungefährlich und können zu bösen Unfällen führen. Die gute Nachricht: In vielen Fällen können rutschhemmende Beschichtungen auch nachträglich für Sicherheit sorgen.

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    • Vorsicht rutschig! Glatte Böden bergen ein nicht unerhebliches Unfallrisiko
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    • So besser nicht! Auch Stufenmatten müssen professionell verlegt werden!

    Rutschgefahr auf Böden und Treppen

    Glatte Steinböden und Treppenbeläge, aber auch die polierte Holztreppe können gefährlich werden. Wenn Sie darauf ausrutschen und stürzen, hat das böse Unfälle und Verletzungen zur Folge. Dies gilt im Innen- wie auch im Außenbereich. Vor allem Stein- oder Betontreppen ohne Überdachung oder auch die Bodenfliesen im Badezimmer werden bei Nässe oft spiegelglatt. Laut Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) passieren 45 % aller Sturzunfälle beim Gehen auf ebenen Flächen.

    Die Lösung: Rutschhemmende Beläge und Beschichtungen

    Um das Unfallrisiko auszuschalten, können die Oberflächen mit verschiedenen Belägen oder Beschichtungen vom Fachbetrieb versehen werden.

    • Auf mineralischen Böden wird die Oberfläche mit einer chemischen Substanz durch das Herauslösen vorhandener Mineralien aufgeraut und damit rutschhemmend bis zur Stufe R 9. Voraussetzung für eine dauerhafte Wirkung ist, dass der Boden nicht mit filmbildenden oder nachfettenden Pflegemitteln behandelt wird.
    • Antirutschbeschichtungen zum Aufkleben eignen sich für Treppenstufen, Poolränder oder auch die Fliesen im Bad. Die Streifen werden an neuralgischen Stellen aufgeklebt und bestehen zum Beispiel aus Vinylbelägen oder auch aus feiner Mineralkörnung.

    Stufenmatten – eine gute Lösung für Treppen?

    Für glatte Treppen stehen im Handel zahlreiche Stufenmatten zur Verfügung. Diese Lösung lässt sich schnell und einfach umsetzen – birgt allerdings selbst einige Risiken. Die meist selbstklebenden Matten können aufstehen und dann zur gefährlichen Stolperfalle werden. Idealerweise baut ein Fachbetrieb die Matten so ein, dass sie sicher und vollflächig auf dem Untergrund kleben.

    Vorher an die Rutschhemmung denken!

    Die immer noch beste Lösung ist es, bereits beim Einbau der Beläge an die Rutschhemmung zu denken und entsprechende Produkte auszuwählen. So sollten die Fliesen in Nassbereichen wie im Bad, auf Außentreppen oder auch in der Küche mindestens der Rutschhemmungsklasse R 10 entsprechen. Bei der Herstellung von Betonflächen sollte die Oberfläche aufgeraut sein, Betontreppen können außerdem mit rutschhemmenden Kantenprofilen versehen werden und sind dann sicher und ohne Rutschgefahr auch bei Nässe begehbar.


    25.11.2020 10:45 Alter: 51 Tag(e)

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